Kokosöl für Hunde

Kokosöl hat heutzutage wahrscheinlich jeder in seiner Küche stehen und es ist wohl eins der vielseitigsten Öle. Es schmeckt lecker beim Kochen und Backen, aber man kann es auch zum Abschminken oder als Körperpflege verwenden oder die Haare damit geschmeidig pflegen. So ein Alleskönner für Menschen taugt doch sicher auch für Hunde was, oder? Ich möchte dir zeigen, wie du Kokosöl für deinen Hund verwenden kannst.

 

Kann man seinem Hund Kokosöl geben?

 

Die Antwort ist ein ganz klares Ja. Du kannst deinem Hund Kokosöl unters Futter mischen oder ihn äußerlich damit pflegen. Die meisten Hunde lieben den Geschmack von Kokosöl und sind regelrecht verrückt danach. Also, ran ans Kokosöl!

 

Kokosöl beim Hund: Wofür eigentlich?

 

Jetzt stellt sich vielen noch die Frage, weshalb man seinem Hund überhaupt Kokosöl anbieten sollte. Es ist ja eigentlich „nur“ Fett, oder? Jein. Kokosöl ist reich an gesunden Fettsäuren und vielen anderen Bestandteilen, die sich positiv auf deinen Hund auswirken können. Ein paar nette Anwendungsgebiete möchte ich dir hier zeigen.

 

Kokosöl als gesundes Nahrungsergänzungsmittel

 

Kokosöl besteht zum Großteil aus gesättigten Fettsäuren, die der Körper schnell und leicht aufnehmen und damit zur schnellen Energiegewinnung nutzen kann. Für uns Menschen klingen „gesättigte Fettsäuren“ ja nicht so ideal, weil wir überall hören, dass wir uns auf ungesättigte Fettsäuren konzentrieren sollen.

Beim Hund ist das allerdings ein bisschen ein anderes Thema, da der Hund die ungesättigten Fettsäuren größtenteils aus Fleisch aufnimmt. Du kannst Kokosöl also gut und gerne als ergänzende BARF-Zutat nutzen, um ihm zusätzliche Energie zu geben. Vor allem für fressfaule Hunde ist das eine gute Lösung, um seinen Körper zu versorgen, da die meisten Hunde den Geruch und den Geschmack lieben.

 

Kokosöl kann das Immunsystem des Hundes stärken

 

Auch das Immunsystem deines Hundes profitiert von einer gelegentlichen Kokosöl-Nascherei. Denn das Fett der Kokosnuss enthält Laurin-, Caprin- und Caprylsäure, die in Magen und Darm eine antibakterielle und antivirale Wirkung entfalten. So kannst du die Magen- und Darmflora deines Hundes ins Gleichgewicht bringen. Und ein gesunder Darm ist ja bekanntlich der Sitz unserer Gesundheit!

 

Kokosöl als Wurmkur

 

Da Kokosöl bei Hunden eine sehr positive Wirkung auf den Darm haben kann, dürfte es nicht verwundern, dass es auch gerne ergänzend zu einer Wurmkur, beziehungswese als Prävention vor Endoparasiten eingesetzt wird. Dadurch, dass die Darmflora durch das Kokosöl so gestärkt wird, haben es Giardien, Bandwürmer und Co. Viel schwieriger, sich im Darm einzunisten – das gilt allerdings nur bei regelmäßiger Fütterung.

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Keine Chance den Zecken

 

Aber auch die sogenannten Endoparasiten mögen den Geruch des Kokosöls nicht. Zecken, Flöhe und Läuse reagieren nämlich auf die antibakterielle Laurinsäure, die im Kokosöl enthalten ist, und fühlen sich dadurch unwohl im Fell – sie werden deinen Hund also eher meiden und sich nicht festbeißen. Kokosöl ist somit ein natürlicher Zeckenschutz, den ich jedem empfehlen kann, da es im Gegensatz zu den meisten Zeckenprodukten nicht giftig ist und von so ziemlich jedem Hund wunderbar vertragen wird.

Der äußere Schutz funktioniert am besten, wenn das Kokosöl über längere Zeit ins Fell und die Haut einmassiert wird. Und dein Hund hat sicherlich auch nichts gegen eine kleine Massage mit dem wohlduftenden Öl.

 

Natürliche Fellpflege mit Kokosöl

 

Ich kenne viele Menschen in meinem Bekanntenkreis, die Kokosöl gerne in die Spitzen geben, um Spliss vorzubeugen, oder sich auch einfach mal eine Haarkur mit Kokosöl machen. Dagegen spricht auch beim Hund absolut gar nichts.

Gerade wenn dein Hund längeres und stumpfes Fell hat, kannst du mit Kokosöl eine gute Wirkung erzielen. Auch wenn sich die Haare nicht mehr kämmen lassen, weil sie zu verknotet sind, schafft Kokosöl Abhilfe.

 

Kokosöl für samtige Pfoten

 

Gerade im Winter kennen viele HundebesitzerInnen das Problem: Streusalz. Es beansprucht die Pfoten deines Hundes über alle Maßen. Aber auch im Sommer werden die Pfoten durch den heißen Asphalt sehr in Mitleidenschaft gezogen.

Hier kann eine kleine Pfotenmassage mit Kokosöl Linderung verschaffen. Es schützt vor dem Spaziergang vor Witterungseinflüssen und beugt damit Verletzungen vor. Hierfür einfach eine kleine Menge Kokosöl zwischen den Händen verreiben und dann die Pfoten damit massieren.

Alternativ kannst du auch meine selbstgemachte Pfotensalbe zubereiten.

 

Natürliche Wundpflege

 

Wenn dein Hund eine kleine Wunde hat, beispielsweise nach einer Operation oder durch eine Verletzung, kannst du die Heilung mit etwas Kokosöl gut unterstützen. Das Fett versorgt die Haut und kann die Wunde vor Schmutz schützen. Die Wunde sollte hierfür trocken sein, damit du keine zusätzlichen Keime in die Wunde bringst.

Kokosöl lindert durch die rückfettende Wirkung auch den Juckreiz und sorgt dafür, dass dein Hund sich weniger kratzt – was sich natürlich positiv auf die Wundheilung auswirkt. Außerdem verringert eine gute Wundpflege die Narbenbildung. Und es ist im Gegensatz zu vielen Cremes nicht giftig und schadet nicht, wenn dein Hund es ableckt.

 

Ran ans Kokosöl!

 

Ich habe dir nun einige tolle Anwendungsmöglichkeiten für Kokosöl beim Hund gezeigt, die ich gerne selber praktiziere. Deshalb kann ich dir nur empfehlen, Kokosöl für deinen Hund selber auszuprobieren, denn es ist wunderbar vielseitig, natürlich und die meisten Hunde lieben es!

 

Photo by Tijana Drndarskion Unsplash

Paulina Adamczyk

Artgerechte Hundeernährung sollte nichts außergewöhnliches sein – sondern Standard. Leicht gesagt als getan. Denn es braucht einiges an Wissen um zu verstehen, wie ausgewogene Hundeernährung funktioniert. Wissen, dass ich in meiner Online-Ausbildung zum Ernährungsberater für Hunde weiter gebe.

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HALLO! ICH BIN PAULINA!

Ich bin zertifizierte Hundeenährungsberaterin, Mutter einer wundervollen Tochter und treue Begleiterin meines Seelenhundes Balou.

Ich habe es mir zur Lebensaufgabe gemacht, Hunde mit der richtigen Ernährung und der Kraft unserer Natur zu einem artgerechteren Leben zu verhelfen.

So konnte ich schon Balous Leben vor 5 Jahren retten. Der Grund, warum es die Dogtisch Academy gibt und du jetzt diesen Artikel liest.